Dildo – Tests, Vergleiche und Informationen aus der Welt der Dildos

alter Holzdildo Dildos gibt es bereits seit 30.000 Jahren. Doch in den Anfängen des Kunstpenis-Zeitalters gab es nur wenige Variationen – zumeist handelte es sich um glatt geschliffene Holzbolzen oder polierte Stein-Dildos. Umso mehr kann einem heute die schier endlose Auswahl an Fabrikaten, Variationen und Extras bei der Auswahl eines neuen oder gar des ersten Dildos verzweifeln lassen. Genau deshalb gibt es diese kleine Webseite – wir durchleuchten für Sie das ausufernde Angebot, stellen die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen heraus und liefern wertvolle Tipps zur Verwendung und Hygiene.

Heute gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen an Dildos: Die Länge, der Umfang, das Aussehen, die Oberflächenstruktur, das Material und nicht zuletzt Zusätze wie Vibrationsfunktionen oder Gürtelvorrichtungen für Umschnalldildos (Strap on) variieren von Modell zu Modell. Und das einschüchternde daran: Die Sexspielzeug-Industrie wird immer kreativer, was Formen und Farbgebung anbelangt – es wird also nicht leichter.

Auch in ihren Funktionen unterscheiden sich die einzelnen Dildo-Modelle erheblich. Während die befriedigungsbringende Funktion während der Masturbation oder dem Liebesspiel immer noch an erster Stelle steht, so dienen die Orgasmushelfer vielerorts auch als Raumschmuck. Gerade handgeblasene Glasdildos verfügen oftmals über Standfüßchen, um sie im Schlafzimmer stolz zur Schau zu stellen.

Warnung vorneweg

Bevor es darum geht, sich einen Dildo anzuschaffen, muss darauf hingewiesen werden, dass immer noch künstliche Penisse aus giftigen Materialien im Umlauf sind. So sind etwa viele Plexiglas Dildos aus China mit giftigen Farbstoffen gefärbt. Bestimmte Gleitgele können die Farbpigmente verstärkt lösen, womit sie während der vaginalen oder analen Stimulation ungehindert in den Organismus vordringen können. Gerade aus dem EU-Ausland importierte Billigdildos sind davon betroffen. Daher raten wir Ihnen, sich insbesondere auf den Webseiten deutscher Anbieter umzusehen, um hier kein Risiko einzugehen.

Die richtige Dildo-Größe bestimmen

Letztlich kommt es insbesondere bei den harten Dildos eben doch auf die Größe an – denn sie entscheidet maßgeblich über die Qualität der Glücksgefühle und das Wohlbefinden der Anwenderin oder des Anwenders. Dabei ist die ‚richtige‘ Größe natürlich stets subjektiv und sollte ganz nach den eigenen Präferenzen gewählt werden.

Der Finger-Test

Um den geeigneten Umfang oder Durchmesser des künftigen Dildos zu ermitteln, können Sie mit der Anzahl an Fingern, die Sie in Ihre Scheide oder Ihren Dildo Größe bestimmenAnus  einführen, feststellen. Dabei sollten Sie den Dehnungsgrad wählen, welcher für Sie angenehm und komfortabel erscheint. Nehmen Sie nun ein Maßband legen Sie es um die Finger, welche Sie zuvor in der Scheide hatten. Der dadurch ermittelte Umfang in Zentimetern sollten von nun ab als Orientierung dienen.

Wie lang sollte der Dildo sein?

Der G-Punkt der Frau und die Prostata des Mannes sind nur wenige Zentimeter vom jeweiligen Körperausgang entfernt. Für die Stimulation dieser hochsensiblen erogenen Stellen würde ein Dildo von 5 Zentimeter Länge plus 3 weitere Zentimeter zum Festhalten vollends ausreichen. Das ist im übrigen auch der Grund, weshalb gerade die kürzeren, leicht gebogenen Dildos mit einer Gesamtlänge von unter 20 Zentimetern deutlich beliebter sind. Nichtsdestotrotz ist bei beiden Geschlechtern der gewisse ‚Reiz des Großen‚ in mehr oder weniger stark ausgeprägter Form vorhanden.

Beachten Sie zudem, dass sie von der totalen Länge des Dildos den Bereich abziehen müssen, an dem Sie das gute Stück halten. Ebenfalls sind eventuell simulierte Hoden oder Standplatten natürlich von der Gesamtlänge der Dildos abzuziehen.

Größer ist nicht immer besser!

Ist der Dildo zu groß und wird zu tief eingeführt, so stößt er bei Frauen gegen den Zervix (Gebärmutterhals), was zu kurzzeitigen wenn auch starken Schmerzen führen kann. Ist er hingegen zu breit vom Umfang her, so kann es zu unkomfortablen Dehnung des Vaginal – oder Analtraktes kommen. In seltenen Fällen kann dies sogar zu Rissen im Bindegewebe führen.

Ist der Dildo jedoch zu klein, so ist die Stimulation oftmals unbefriedigend. Im Durchschnitt sollte die Vagina zwar gut ausgefüllt sein, jedoch nicht gedehnt – so wird die Stimulation für viele Frauen am angenehmsten empfunden.

Wenn es doch mal größer sein darf

Gerade wenn Sie das erste mal einen großen Dildo einführen, sollten Sie unbedingt Gleitgel verwenden – sowohl anal wie vaginal. Gehen Sie beim Einführen langsam vor und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. Oder so: Wenn es zwickt, lieber Abstand nehmen und eine Nummer kleiner wählen.

Was tun, wenn die Größe des Dildos doch nicht ideal ist?

Ist der Dildo zu lang, so helfen Penisringe, welche auf dem Dildo übergestülpt werden und somit die einführbare Länge limitieren. Wenn Sie dabei auch noch eine Vibrationsfunktion hinzufügen möchten, können Sie auch die neuartigen vibrierenden Penisringe verwenden.

Dehnbarkeit des Materials mit einbeziehen

Naturdildos wie etwas geschliffene Holzdildos und Dildos aus Hartkunststoff oder Glas sind nicht verformbar und geben auch keinen Zentimeter nach – somit kommen diese Varianten einem tendenziell etwas größer vor.

Verwirrung um die Maßeinheiten

Oftmals wird in voller Euphorie und Vorfreude über das neue Spielzeug glatt das Maß vertauscht – was zu ärgerlichen Retour-Sendungen und einer längeren Wartezeit auf neuen Dildo führt. Leider gibt es hier (noch) keine einheitlichen Regeln – einige Hersteller/Shops geben den Durchmesser an, andere den Umfang. Achten Sie daher während Ihrer Shopping-Tour auf die korrekten Werte – sonst war all das Ausmessen umsonst.

Die Größe hängt auch maßgeblich von der Verwendung ab

Es gibt unzählige Situation im Liebesspiel in denen Dildos zu Einsatz kommen, und auch nicht unzählige aber zumindest mal zwei Einsatzorte – anal und vaginal. Auch der einführende Winkel ist von essentieller Bedeutung für das Stimulationsergebnis. Wer wirklich für jede Situation und Loch die perfekte Stimulation sucht, der wird sowieso nicht drum herum kommen, gleich ein größeres Arsenal von Dildos zu zulegen.

Dildo Typen

Glasdildos

Schöner Glasdildo Glasdildos sind aktuell schwer im Trend. Sie haben nicht nur aus hygienischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten viel zu bieten. Denn sie lassen sich beispielsweise durch anhauchen oder ein kurzes Wasserbad schnell auf eine angenehme Temperatur bringen und sind zudem noch mit jedem Gleitgel kombinierbar – man muss also nicht aufpassen, dass sich etwas am Material löst wie etwa bei so manchen Silikonen.Glasdildo ohne Standfuß

Alternativ zum Gleitgel können natürlich auch Kondome verwendet werden, um dem Glasdildo die nötige Gleitfähigkeit zu verleihen. Gerade bei analer Anwendung empfehlen wir stets Kondome zu verwenden. Denn falls man die zu verwöhnende Körperöffnung doch noch wechseln möchte, ersetzt man einfach das Kondom, anstatt den gesamten Dildo intensiv zu reinigen.

Naturdildos

Klassicher Dildo Natur Unter einem Naturdildo ist einerseits ein klassischer Holzdildo zu verstehen, welcher bereits seit etlichen Jahrhunderten die für unvergessliche Orgasmen sorgt. Aber zum anderen fallen unter diesem Begriff auch häufig die Dildos, welche dem natürlichen Erscheinungsbild des Penisses nachempfunden sind.

G-Punktdildos

Das sind die Bestseller unter den Dildos, denn sie können sowohl den G-Punkt als auch die Prostata stimulieren – sind also ideal auch für Paare. Typisch für diese G-Punktdildos ist ihre gebogene Form, um optimal an die erogenen Zonen zu gelangen.Dildo zur G punkt Stimulation
Analdildos

Auch diese können zur vaginale Stimulation eingesetzt werden, also nicht wundern weshalb sie strick in eine eigene Kategorie gepackt werden. Der typische Analdildo hat deutliche Verdickung und verfügt oftmals zusätzlich über eine Griffmöglichkeit wie etwa einem Ring. Denn anders als bei der Vagina, endet der Analtrackt nicht abrupt. Das bedeutet, das Rektum kann den Dildo mitunter regelrecht einsaugen. Ohne Griffmöglichkeit ist ein Dildo dann oftmals nur von medizinischem Fachpersonal wieder zu entfernen – dies ist kein Witz!

Die Oberfläche der Analdildos ist meist eben und nicht genoppt oder porös. Denn zum einen möchte man etwaigen Darmbakterien keine Versteckmöglichkeiten bieten, zum anderen würden Poren das Gleitgel aufbrauchen. Ein Analdildo, der einem Schwamm gleicht, ist das letzte was Sie möchten.

Jelly Dildos

Rosa Jelly DildoJelly Dildos sind biegsame Kunststoffdildos aus PVC und gelten als überaus günstige ‚Anfängerdildos‘. Meist sind sie farblich knallbunt gehalten und sowohl anal wie vaginal einführbar.

Strap on Dildos

Strapon Dildo mit ModelUnter Strap on Dildos sind die Umschnalldildos zu verstehen, die besonders bei vielen homosexuell orientierten Frauen ein fester Bestandteil im Liebesspiel darstellen. Aber auch im Liebesleben zwischen Mann und Frau kann ein Strapon Dildo zum Einsatz kommen, um etwa den P Punkt des Mannes zu stimulieren. Auch gibt es mittlerweile Modelle, welche der Mann über sein eigenes Glied stülpen kann, womit einer etwa bei einer Potenzschwäche Abhilfe geschaffen wird.

In der Regel sind Strap Ons aus Silikon gefertigt und sollten daher mit einem Gleitgel auf Wasserbasis verwendet werden. Mittlerweile gibt es allerdings auch Strapon-Dildos aus Glas sowie mit Saugnäpfen oder gar einer Vibrationsfunktion.

Vor dem Kauf eines Strap On Dildos ist es ratsam, den Hüftumfang der zukünftigen Trägerin bzw. des künftigen Trägers zu ermitteln. Gerade die Umschnallriemen der günstigen Stap ons aus Fernost fallen in der Regel sehr klein aus.

Doppeldildos

Doppeldildo für PaareWie der Name schon vermuten lässt, befinden sich an Doppeldildos zwei Enden, welche beide eingeführt werden können. Somit kommt dieser Dildotyp vor allem bei Paaren zum Einsatz. Die Materialbeschaffenheit ist auch hier sehr mannigfaltig, auch wenn die Silikon am häufigsten anzutreffen gibt. Wir empfehlen Ihnen, gerade wenn es Ihr erster Doppeldildo ist, zu einem biegsamen Material zu greifen. Denn die Verwendung im partnerschaftlichen Liebesspiel ist nicht ganz leicht, und durch eine größere Flexibilität fällt Ihnen der Einstieg hier sicherlich leichter, als dies mit Doppeldildos aus Holz oder Glas der Fall wäre.U-förmiger Doppeldildo

Darüber hinaus gibt es auch Modelle, welche durch eine U-förmige Krümmung gleichzeitig in Vagina und Poloch eingeführt werden können. Dies ist im übrigen die einzige Dildo Art, welche ausschließlich von Frauen verwendet wird.

Allgemeine Tipps zur Benutzung eines Dildos

Entspannung ist fundamental – Wie bei der Penetration mit einem echten Penis aus Fleisch und Blut, so ist auch hier Entspannung gefragt. Tasten Sie sich langsam vor und haben Sie Geduld. Sind Sie verspannt, erschwert dies das Eindringen immens und kann Schmerzen verursachen. Idealerweise führen Sie den Dildo beim ersten Mal alleine ein ohne Gegenwart des Partners, so dass Sie frei von Druck und Erwartungshaltungen üben und genießen können.

Gleitgel kein Muss aber hilfreich – Gerade wenn Sie sich oder ihren Partner/ihre Partnerin anal verwöhnen möchten, kommen Sie bei den meisten Dildos nicht um Gleitgel herum. Vaginal hängt es von der Lubrikation – also dem Feuchtigkeitsgrad – der Scheide ab, ob ein Gleitgel notwendig ist. Bitte achten Sie darauf, nur Gleitgels auf Wasserbasis zu verwenden.

Hygiene für Ihre Gesundheit – Insbesondere wenn der Dildo anal wie vaginal verwendet wird, sollte Sauberkeit oberstes Gebot sein! Denn die Darmbakterien können bei Übertragung in den Vulva-Bereich schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Selbstverständlich spielt Hygiene auch im Kampf gegen HIV und andere übertragbare Krankheiten eine wichtige Rolle. Unser Tipp sind hier, wie bereits erwähnt, Kondome, welche Sie den Dildos überziehen können.

Je weicher desto leichter – Gerade Einsteigern sind weiche Silikondildos zu empfehlen, da sich diese schlichtweg einfacher einführen lassen. Zudem lässt sich mit diesen das Liebesspiel variabler gestalten und die Winkel müssen nicht ganz so streng eingehalten werden.

Die Bewegung macht die Musik – Variieren Sie die Geschwindigkeit, den Winkel und probieren Sie kreisende Bewegungen aus. Gerade diese Abwechslung wird sich im Vergleich zum ständigen Rein-Raus-Spiel positiv auf die Stimulation und folgende Orgasmen auswirken.

Dildos kaufen – Darauf müssen Sie achten!

Dildo online kaufenDas wichtigste ist die Materialbeschaffenheit sowie die Verarbeitungsqualität. Achten Sie insbesondere bei Glasdildos und Dildos aus Hartkunststoff darauf, dass es keine spitzen oder kantigen Stellen aufgrund von Verarbeitungsfehlern an Ihrem Dildo gibt. Das kann böse Verletzungen nach sich ziehen!

Falls Sie Vibratoren – also Dildos mit Vibrator-Funktion – kaufen, so achten Sie auf eine sichere Batterie- und Akkuverstauung im Gerät. Auslaufende Batterie-Säure kann Ihren Intimbereich entstellen und schlimme Folgen haben. Auch wenn das Risiko durch die gestiegene Qualität der Vibratoren in den letzten Jahren gegen null geht, sollten Sie diesen Punkt kurz an ihren Sex toys überprüfen.

Wie oben bereits erwähnt, sollten Sie nur Sex toys kaufen, welche in der EU, idealerweise in Deutschland, produziert werden. Denn nur hier sind die Regelungen so streng, dass garantiert keine Giftstoffe in den Dildo Materialien vorhanden sind. Als Paradebeispiel für hohe Fertigungsqualität ist die fun factory aus Bremen zu nennen.

Online Kauf von Dildos bietet Vorteile

Über 100.000 Dildos werden jedes Jahr in Deutschland erworben, fast 80% davon online. Und das hat gute Gründe. Zum einen spielt natürlich immer noch das Schamgefühl eine Rolle. Gerade die jüngeren Generationen trauen sich meist nicht, in der Öffentlichkeit zur eigenen Sexualität zu stehen. Hier ist der Dildo Kauf über das Internet natürlich eine willkommen Möglichkeiten, dieser unangenehmen Shopping Tour zu entgehen.

Des weiteren ist in den digitalen Regalen der Online-Shops die Auswahl an Dildos einfach um ein Vielfaches größer. Zudem bieten viele Shops den kostenlosen Versand bereits ab sehr niedrigen Warenkörben an. Doch der für viele wichtigste Grund dafür, seine Dildos über das Internet zu kaufen, sind die deutlich günstigeren Preise. Klar, wo kaum Personal und nur geringe Lagerkosten anfallen, können natürlich auch die Preise gesenkt werden, wovon Sie als potentieller Kunde profitieren.